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31 Vollversammlung der EJHN

Vom 10. – 12.11.17 fand in der Jugendburg Hohensolms die 31. Vollversammlung der evangelischen Jugend Hessen Nassau zum Thema „Der Zustand der Kirche“ statt. Sieben Delegierte aus der EJVD, sowie die Dekanatsjugendreferenten Ulrike Schwahn und Bruno Ehret waren dabei.

Da wir freitags erst spät anreisten, konnten wir nicht an den am abend stattfindenden Workshops teilnehmen und so begann die VV für uns eigentlich erst am Samstag richtig.

Wir kamen im Plenum zusammen und verabschiedeten die neue Satzung, danach bildeten wir Kleingruppen und formulierten Thesen zu den schlechten Zuständen in der Kirche, wie zum Beispiel wo bei ehrenamtlicher Arbeit die Wertschätzung bleibt, dass das Kirchensprech von der Kanzel herab kaum jemand versteht und dass die Kirche sich verhält,  als wäre sie unter einer Käseglocke und nichts um sich herum mitbekommt.

Lösungen für diese Thesen werden dann auf einer Tagung in Wiesbaden und bei der nächsten VV gesucht, als erster Schritt mussten aber erstmal die Probleme festgestellt werden.

Am abend wurde dann der alte Vorstand mit einem Gottesdienst verabschiedet, denn dieses Jahr ging die Amtsperiode von zwei Jahren zu Ende. Sonntags wurden dementsprechend Neuwahlen veranstaltet und wir freuen uns, das Franziska Fertig aus unserem Dekanat als eines von elf Vorstandsmitgliedern gewählt wurde.

Drei Plätze blieben frei, sie werden hoffentlich bei der nächsten VV besetzt. Pünktlich um vier Uhr wurden wir dann mit einem Reisesegen nach hause entlassen.

 


Ein Reisebericht: Immer weiter gehn

Im September waren sieben junge Erwachsene auf dem Jakobsweg unterwegs nach Santiago. Angeleitet wurde die Freizeit von den Dekanatsjugendreferenten Ulrike Schwahn (Bergstraße) und Jürgen Zachmann ( Darmstadt, Stadt). Es war das erste mal, dass so eine Wanderfreizeit stattfand und das „Experiment“ kam bei allen gut an! Auch die Anleiter waren begeistert, wie schnell die Gruppe zusammengewachsen ist und wie unkompliziert alles gelaufen ist. Auch als sich jemand zum Beispiel wegen Blasen an den Füßen behandeln lassen musste, war das eigentlich kein Problem, denn die Teilnehmer zwischen 18 und 27 Jahren waren ja schließlich alt genug um viele Probleme selbstständig zu lösen.

Der Flieger nach Santiago startete gegen Abend des 18. September. Drei Flugstunden später landeten wir auf dem Flughafen von Santiago, fuhren dann mit dem Bus in die Stadt und übernachteten in unserer ersten Herberge. Früh morgens standen wir auf und fuhren nochmal vier Stunden mit dem Bus nach Villafranca de Bierzo, wo unsere Reise begann.

Von den insgesamt elf Tagen, die wir weg waren, hatten wir neun Lauftage, an denen wir mal mehr, mal weniger Strecke zurücklegten. Die längste Etappe waren um die 28 km, die kürzeste war gleichzeitig auch die letzte. An diesem Tag liefen wir nur noch knapp 13 km. Auch die Sonntagsetappe waren nur 16 km, quasi ein Sonntagspaziergang zum entspannen. Insgesamt liefen wir knapp 200 km von Villafranca bis nach Santiago.

Recht schnell wurden die Tagesabläufe zur Routine: aufstehen, Füße tapen, eine Kleinigkeit essen und los laufen. Nach etwa einer Stunde gab es dann die erste Pause mit leckerem Frühstück, meist Baguette und Käse. In kleinen Cafés am Weg haben wir uns immer mal wieder gesehen und auch einige andere Pilger hat man abends wieder getroffen. So zum Beispiel Martina aus den Niederlanden, die auch bei einer unserer Gutenachtgeschichten mit dabei war. Die Geschichten waren kleine Impulse zum nachdenken: Wenn man die Glücksmomente des Lebens zusammenrechnet, wieviele Tage oder Jahre kommen dann zusammen? Was bedeutet es reich zu sein, was ist eigentlich reich? Ist es okay eine Schüssel mit Sprung zu sein?

Auch beim laufen wurde viel nachgedacht und diskutiert und da man meistens zu zweit gelaufen ist hat man sich auf einer ganz anderen Ebene kennengelernt als man es von anderen Freizeiten kennt. Aber so tiefgründig die Gespräche beim Wandern auch waren, wenn man an der Herberge ankam dachte man nur noch daran zu duschen und zu essen. Die Pilgermenüs waren auch echt gut und auch unser selbstgekochtes Essen hat immer lecker geschmeckt. Auch andere Pilger waren begeistert von den Apfelpfannkuchen, die wir uns zubereitet haben. Nach dem Abendessen saß man dann noch gemütlich zusammen, wir hörten gemeinsam unsere Gutenachtgeschichten und fielen fast nie später als zehn Uhr ins Bett.

Je weiter wir kamen, desto mehr Leute traf man auf dem Weg und das „Buen Camino“, dass man sich die ersten 100 km noch gegenseitig gewünscht hatte hörte man immer seltener. Nur bekannten Gesichtern wünschte man noch diesen Reisesegen, der überstzt soviel bedeutet wie „Guten Weg“ oder „Gute Reise“. Bei unserer Ankunft in Santigao aßen wir erstmal Kuchen auf dem Platz vor der Kathedrale. Als wir am Abend dann noch obligatorisch in der Messe waren, wurde sogar der Weihrauchkessel geschwungen, was wir allerdings nur halb so beeindruckend fanden, wie es uns erzählt wurde.

Einerseits war es schön zu wissen angekommen zu sein, andererseits aber auch ein merkwürdiges Gefühl am Ende der Reise zu sein. Das bunte Nachtleben in Santiago war ein starker Kontrast zu den ruhigen Wegen und dem alleine wandern. Auch Tage nachdem wir wieder zuhause waren waren einige noch nicht wirklich wieder angekommen.


Save the Date

Vom 7. -8. Oktober 2017 fand im Evangelischen Gemeindezentrum von Bensheim – Auerbach der Save the Date, organisiert von der Evangelischen Jugendvertretung des Dekanats Bergstraße, statt. Dieses Event ist als Dankeschön für alle ehrenamtlichen Teamer gedacht.

Gemeinsam bereiste man mit der EJVD Airlines Atlantis, Amerika, den Amazonas, Italien und die Antarktis. An den verschiedenen Zielen wurde von der EJVD jeweils ein Spiel für die Teilnehmer angeboten. Um diese Spiele zu meistern fanden die Teilnehmer immer jeweils einen hilfreichen Gegenstand in ihrer Kotztüte. Die Stimmung bei den Spielen war super und den ganzen Abend über wurde viel gelacht. Am Ende der Reise schenkte die EJVD als Dankeschön allen Teilnehmern einen Turnbeutel für weitere Reisen, der mit allerlei nützlichen Kleinigkeiten bestückt war. Danach ließ man den Abend mit Verstecken im Dunkeln, dem Werwolf Spiel und dem Psychiater Spiel ausklingen.

Ein Highlight des Abends war die Berufung unseres neuen EJVD Mitgliedes Lissa Anstätt.

Einige Teilnehmer und EJVDler übernachteten natürlich auch im Gemeindezentrum am nächsten morgen gab es dann für alle zum Abschluss noch ein leckeres Frühstück.

-> Hier geht es zu den Bilder den grandiosen Abends.

 

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