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Das Leben nicht verpassen

Berlin war eine Reise wert. Das meinen jedenfalls die Jugendlichen aus 18 Bergsträßer-Gemeinden, die unter Leitung der Jugendreferenten des Dekanats Bergstraße und Ried, Bruno Ehret und Jörg Lingenberg, den Evangelischen Kirchentag in der Bundeshauptstadt besuchten.

Jeder der Mitgereisten war mindestens einmal am Breitscheidplatz, um vor dem Kerzenmeer der Opfer des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt zu gedenken. Wie alle Kirchentagsbesucher nahmen auch die Bergsträßer  die verstärkten Sicherheitskontrollen und die massive Polizeipräsenz wahr. „Wer aus Angst vor Anschlägen die Menschen meidet, der verpasst das Leben“, betonte Bruno Ehret.

Viele Veranstaltungen waren speziell auf Jugendliche zugeschnitten. In Gruppen von mindestens drei Personen eroberten sie mit ihren Eintrittskarten, die auch zum Fahren aller öffentlichen Verkehrsmittel berechtigte, Berlin und die Veranstaltungen des Kirchentags. In einer Whats-App-Gruppe wurden die Eindrücke gesammelt und Verabredungen getroffen. Untergebracht waren die Bergsträßer im beschaulichen Friedenau, vier S-Bahn-Stationen von der Stadtmitte entfernt. Mit im Team waren Elna Singer vom Dekanatssynodalvorstand samt Familie sowie Oliver Guthier und Kira Singer von der Dekanatsjugendvertretung.

Ein Höhepunkt war der Besuch des früheren US-Präsidenten Barack Obama. Nach 18 Uhr ging es dann mit den Teamern zu den Abendveranstaltungen. Gemeinsam besuchten sie das letzte Kirchentagskonzert der Wise Guys, die in ihrer unvergleichlichen Art 50.000 vor dem Brandenburger Tor begeisterten. Mit diesen Erlebnissen kehrten die jungen Christen gestärkt in ihre Gemeinden zurück, mit der Vorfreude auf den hessischen Jugendkirchentag im nächsten Jahr in Weilburg.


Große Mitarbeiterschulung in Rorichmoor

Vom 1. April bis zum 7. April 2017 fand in Rorichmoor die große Mitarbeiterschulung für Jungteamer und herangehende Teamer  ab 14 Jahren statt. Behandelt wurden 6 Bausteine zum Thema Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in einer Gemeinde.

Nach der siebenstündigen Busfahrt kamen wir nachmittags im Haus in Rorichmoor an und konnten Zimmer sowie Betten beziehen. Nach dem Abendessen spielten alle Teilnehmer zusammen ein paar Kennenlernspiele, um sich der Gruppe gegenüber wohler zu fühlen und zu öffnen. Nachdem die Regeln des Hauses und der grobe Plan für die Woche verkündet wurde, hatten alle den Rest des Abends frei und konnten sich ausruhen.
In der weiteren Woche fanden an jedem Tag jeweils zwei kleine Workshops statt, die die Teamer vorher vorbereitet hatten. Jeden Tag teilten sich alle 34 Teilnehmer in 3 kleinere Gruppen, die dann zusammen den Workshop angingen. Die Themen waren zum Beispiel die Vorbereitung eines Jugendgottesdienstes. Hier durfte jede Gruppe selbst einen Gottesdienst vorbereiten, dessen Thema die Gruppe selbst auswählen musste. Natürlich wurde dementsprechend auch von jeder Gruppe an verschiedenen Tagen ein JuGo gehalten, welcher immer sehr ansprechend war.
Weitere Bausteine waren zu dem Thema kreative Glaubensinhalte, bei dem man in der Gruppe zu verschiedenen Themen des Glaubens Fragen stellen durfte, die anschließend erst in der Gruppe diskutiert wurden und dann von einem der Betreuer zusammengefasst und auch geklärt oder richtiggestellt wurden.
Eine weitere Arbeitseinheit war der Gruppendynamik gewidmet, bei der man sehr veranschaulichend die verschiedenen Typen von Personen in Gruppen kennenlernen und wahrnehmen konnte.
Noch ein Punkt war die Gestaltung von Workshops. Hier lernten wir, mit welchen Mitteln man einen Workshop kreativ und lebendig gestalten kann.
Ein nächster sehr anspruchsvoller Workshop hatte das Thema Kommunikation. Hier wurde uns beigebracht was die unausgesprochenen Regeln bei der Kommunikation mit anderen Menschen sind und wie man auch seinen Ärger ohne Beleidigungen loswird.
Der letze Workshop, den wir bestritten, war der des Jugendleiterprofils. Hier sollte man sich in kleinen Gruppen beraten, welche Werte bei Jugendleitern wichtig sind und welche Werte man sich selbst noch aneignen möchte. Außerdem wurde anschaulich besprochen, wie man auf verschiedene Situation, zum Beispiel bei Freizeiten, reagieren sollte.

Doch wir hatten nicht nur die Workshops, die uns beschäftigten. Wir Teilnehmer hatten  sehr viel Spaß zusammen und man konnte immer lachen, egal mit wem man gerade unterwegs war. In Gruppen konnten wir Fahrrad fahren oder spazieren gehen und dabei die Landschaft erkunden und auch sehr gut die Sonne genießen. Vor dem Haus hatten wir einen Steg, von dem aus man die Enten, die dort im Wasser waren, beobachten und mit Brot füttern konnte. Das heißt, nicht nur wir haben uns mit dem leckeren Essen, was das Küchenteam jeden Tag für uns zubereitete satt gegessen.
An einem Tag machten wir einen Ausflug nach Norderney. Wir konnten uns frei auf der Insel bewegen, hatten aber einen Arbeitsauftrag, bei dem wir ein Foto zu dem Thema „Mehr/Meer sein“ schießen sollten, was von allen Gruppen super gemeistert wurde.

Man kann sagen, dass man mit der Gruppe sehr viel Spaß hatte und aus Unbekannten sehr schnell Freunde wurden. Zusammen konnte man einfach auch mal relaxen und Musik hören, zusammen produktiv arbeiten, aber auch Scherze machen. Wir hatten also eine sehr gute Gemeinschaft.

 

Meer sein

Mehr, wir wollen immer mehr sein,
aber sind wir nicht eigentlich schon genug?
Mehr, wir müssen immer mehr haben,
aber haben wir denn nicht längst genug?
Und was –  Was wollen wir eigentlich?
Wir wollen mehr, aber wissen nicht mal was.
Wovon denn mehr?
Wann sind wir denn endlich genug?
Wir wollen weg – weg fliegen – einfach weg
und all diese Fragen endlich vergessen,
diese Dinge, die uns auf den Boden ziehen
ablegen und endlich fliehen
Aber das können wir nicht allein‘
Wir brauchen Freunde – Freunde,
die uns stützen, Freunde, die uns verzeihn‘,
denn wir sind nicht perfekt – und wir werden es auch nie sein,
aber zumindest wissen wir,
Wir sind nicht allein!
Denn alle zusammen können wir fliegen,
also los!
Breitet eure Flügel aus und fangt an diese Fragen zu besiegen
Eure Freunde helfen euch bei dem Flug
legt die Zweifel ab
… Ihr seid schon genug.

Von Milena Schmitt

 


Thesenwettbewerb

Am 28. März hatte sich eine Jury aus 11 Personen zusammen gesetzt um aus 111 eingereichten Thesen zum Thesenwettbewerb unseres Dekanates, eine Auswahl zu treffen, die zeitkritisch und aktuell ist.

In der Jury unter der Leitung der Pröpstin Karin Held waren auch zwei Mitglieder der EJVD.

Es war eine tolle Zusammenarbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Generationen, Konfessionen und Berufen, bei der jede Stimme gehört wurde.

Einen Artikel gibt es unter folgendem Link:

http://http://dekanat-bergstrasse.ekhn.de/aktuell/nachrichten/nachrichten-detail/news/jury-waehlt-top-ten-thesen-aus.html


30. Vollversammlung der EJHN

Aus unserer EJVD waren von Freitag 24. März bis Sonntag 26. März 2017 sechs Delegierte auf der 30. Vollversammlung der EJHN  im Kloster Höchst.

Am Freitag gab es spannende Diskussionsrunden zum Thema Populismus und den Wandel in der Gesellschaft durch und hin zu Fremdenfeindlichkeit, am Samstag konnten die Teilnehmer ihren Talenten freien Lauf lassen und verschiedene Workshops besuchen, wie zum Beispiel Malerei, Songtexte schreiben, Film- und Radiobeiträge machen oder Theater spielen.

Am Sonntag wurden aufgrund von zwei Rücktritten und einem freien Posten drei neue Vorstandsmitglieder in den Vorstand der EJHN gewählt.

Neben den Wahlen wurde auch über drei Anträge debattiert und abgestimmt.

30. Vollversammlung


Unsere erste Sitzung 2017

Am 18. Februar 2017 hatten wir unsere erste EJVD Sitzung in diesem Jahr. Schon davor hatten sich die verschiedenen AG´s getroffen und berichteten über die aktuellen Arbeitstände.

Wir haben auch schon einige Personen ausfindig gemacht, die in eurer Gemeinde für Kinder- und Jugendarbeit verantwortlich sind. Durch diese Kontakte werden wir versuchen mehr JuGo´s und andere Jugendevents in eure Region zu bringen!

Eine neue Reihe von JuGo´s findet derzeit im Weschnitztal statt, der nächste ist am 22.04.2017 um 17:00 Uhr in der evangelischen Kirche Rimbach zur Serie Teen Wolf.


Konferenz für Kinder und Jugendarbeit

Zu der diesjährigen Konferenz für Kinder- und Jugendarbeit waren auch wir EJVD`ler wieder eingeladen. Drei von uns konnten zusammen mit unserem Dekanatsjugendreferent Bruno Ehret daran teilnehmen.

Wie viele Events dieses Jahr hatte auch die die Konferenz das Thema Reformation („500 Jahre Reformation – Zukunft der Kirche ohne Jugend?“). Ungefähr 50 Haupt- und Ehrenamtliche Mitarbeiter der evangelischen Kirche verfassten reformatorische Thesen zum Thema Jugendarbeit wie zum Beispiel:

„Kirche kann nur dann zukunftsfähig sein, wenn sie von Kindern und Jugendlichen kritisch hinterfragt wird.“

Die Thesen könnt ihr euch unter diesem Link anschauen:

http://www.ev-jugendarbeit-ekhn.de/fileadmin/jugendarbeit/downloads/Die_95_Thesen_zur_Evangelischen_Jugendarbeit.pdf

Konferenz für Kinder und Jugendarbeit

Zu der diesjährigen Konferenz für Kinder- und Jugendarbeit waren auch wir EJVD`ler wieder eingeladen. Drei von uns konnten zusammen mit unserem Dekanatsjugendreferent Bruno Ehret daran teilnehmen.

Wie viele Events dieses Jahr hatte auch die die Konferenz das Thema Reformation („500 Jahre Reformation – Zukunft der Kirche ohne Jugend?“). Ungefähr 50 Haupt- und Ehrenamtliche Mitarbeiter der evangelischen Kirche verfassten reformatorische Thesen zum Thema Jugendarbeit wie zum Beispiel:

„Kirche kann nur dann zukunftsfähig sein, wenn sie von Kindern und Jugendlichen kritisch hinterfragt wird.“

Die Thesen könnt ihr euch unter diesem Link anschauen:

http://www.ev-jugendarbeit-ekhn.de/fileadmin/jugendarbeit/downloads/Die_95_Thesen_zur_Evangelischen_Jugendarbeit.pdf


29. Vollversammlung im Kloster Höchst

Auf der 29. Vollversammlung der Evangelischen Jugend in Hessen Nassau (EJHN) wurde groß gefeiert. Und zwar Ihr 15 Jähriges bestehen.

Sechs der sieben EJVD Delegierten und unsere beiden Jugendreferenten waren dabei und haben nach der großen Jubiläumsgala für euch ihre Stimme abgegeben vor allem zu Fragen wie der überarbeiteten Fassung der Satzung der EJHN oder der neuen Geschäftsordnung.

Alte wie neue EJVD`ler hatten viel Spaß auf dieser besonderen Vollversammlung und wir hoffen wir haben euch gut vertreten!

Hier gibt’s Bilder 🙂

29. Vollversammlung


Unsere Erste Klausurtagung

Am Wochenende vom 18.11.16 bis 20.11.16 waren wir als EJVD zu unserer ersten Klausurtagung im Naturfreundehaus in Mannheim. Wir haben in verschiedenen Arbeitsgruppen viel über aktuelle Strukturen diskutiert und viele Ideen gesammelt und angefangen diese umzusetzen, um für euch eine starke Jugendarbeit präsentieren zu können.

Das sind eure Ansprechpartner zu den jeweiligen Themen:

Jugendgottesdienste Max Wolf
Satzung Oliver Guthier
Website Steffen Wolff
Öffentlichkeitsarbeit Franziska Fertig
EJVD Events Jennifer Böhm

Dieses Wochenende hat uns auch als Gruppe näher zusammenwachsen lassen wodurch wir uns bei der Arbeit für euch gegenseitig besser unterstützen können!


„Fair“ständnis der Jugend

„Fair“ lautete dieses Jahr das Motto des Jugendgottesdienstes, zu dem mehr als 220 junge Menschen zum Schloss Auerbach strömten. Dabei wurde auch die neu gewählte Evangelische Jugendvertretung (EJVD) in ihren Dienst eingeführt.

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„Schuhe, Klamotten, Frisur eines Menschen sagen nichts über sein Inneres aus. Geht wie Jesus auf die Menschen zu und macht Euch mit ungetrübten Blick ein eigenes Bild“, forderten Lasse, Laura, Jakob, Michelle, Marielena, Marie und Paul in einem kleinen Theaterspiel beim Gottesdienst. Was unfair ist und wie sich Jugendliche fair in der Gruppe und gegenüber anderen verhalten können, machten sie am Beispiel eines auf den Rollstuhl angewiesenen Jungen deutlich. Für jedes Problem gebe es eine Lösung, selbst wenn das Treffen im über eine Treppe zu erreichenden zweiten Stock stattfinde. Das Stück sowie die Predigt stammten aus der Feder von Helene Zickler, die seit Jahren in Auerbach als Teamerin in der Jugendarbeit aktiv ist.

„Gegen Angst hilft Vertrauen“

Dekan Arno Kreh betonte in seiner Ansprache, dass in Deutschland, „einem der reichsten Länder der Welt“, wieder die Angst umgehe. Sie sei laut Umfragen am stärksten bei jungen Menschen gestiegen. Den 13 Mitgliedern der neuen Evangelischen Jugendvertretung (EJVD) im Dekanat Bergstraße gab er mit auf den Weg: „Lasst Euch nicht von der Angst umtreiben. Gegen Angst hilft Vertrauen und Gemeinschaft.“ Oliver Guthier, Laura Pfeifer (beide Auerbach), Max Wolf (Hammelbach), Franziska Fertig, Helen Münch, Kira Singer (alle Gronau/Zell) Celine Greulich, Julia Kinscherf (beide Birkenau), Jennifer Böhm (Einhausen), Maren Fischer, Steffen Wolff (Mörlenbach) und Imanuel Petsch, Jannik Johann (beide Zwingenberg) wurden in ihren zweijährigen, ehrenamtlichen Dienst in der EJVD eingeführt. Sie wollen das Sprachrohr der Evangelischen Jugend im Dekanat Bergstraße sein.

„Das war schon ganz ok!“

„Ich fand am besten, dass der Gottesdienst nicht so lange dauerte wie sonst“, meinte die Konfirmandin Nathalie aus Auerbach, Damit irrte sie zwar – er dauerte eine gute Stunde und damit etwas länger als „normale“ Sonntagsgottesdienste – ihre Aussage macht aber deutlich, wie kurzweilig die Konfis den Jugendgottesdienst empfanden. Niko, Konfirmand aus Zwingenberg, sprach für den vom Gemeindepädagogen Arik Siegel (Auerbach und Gronau/Zell) und seinem Team organisierten Gottesdienst sogar ein – für jugendliche Verhältnisse – Höchstlob aus: „Das war schon ganz ok!“ Ähnlich äußerten sich Anna und Lena aus Auerbach. „Es war überhaupt nicht langweilig. Besonders die Musik war toll.“ Für die Musik und begeisterten Applaus sorgte die ehemalige Konfi-Band aus Zwingenberg – verstärkt durch einige Freunde, darunter Dekanatsjugendreferent Bruno Ehret am Keyboard.

Den Gottesdienst, der bereits zum elften Mal auf Schloss Auerbach gefeiert wurde, hatten Jugendliche vollständig selbst gestaltet. Bei den Fürbitten baten sie unter anderem für eine weltweit gerechtere Aufteilung der Ressourcen und einen Frieden, der mehr ist als die Abwesenheit von Krieg.

Text und Fotos von: Berndt Biewendt